Spendenaktion St. Ingbert

Hilfe für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

Aktuell leiden 1,7 Millionen Menschen in Deutschland an einer Form der Demenz. Täglich kommen 800 Neuerkrankungen hinzu. Bis 2050 ist eine Verdopplung absehbar.

Für Betroffene ebenso wie für pflegende Angehörige stellt die Erkrankung eine große Herausforderung dar. 75 Prozent der Senioren werden zu Hause gepflegt – ein 24-Stunden Job der Angehörige jeden Tag an ihre körperlichen und psychischen Belastungsgrenzen bringt.

Darum unterstützen wir Malteser in St. Ingbert Betroffene und pflegende Angehörige, wo wir können. Über 40 Ehrenamtliche und eine Koordinatorin sind in verschiedenen Hilfsangeboten aktiv.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit in der Demenzhilfe unterstützen! Vielen Dank!
 

Vier Pfoten für ein Lächeln

Wenn Susi zu Besuch kommt, strahlt Licht in Hannelores Welt. Hannelore lebt aufgrund ihrer Demenz im Seniorenheim. Ihre Familie und Pflegekräfte haben sie schon seit Monaten nicht mehr sprechen hören, ihr Gesicht zeigt kaum noch eine Regung. Doch wenn die Hundedame Susi mit ihrem Frauchen bei Hannelore anklopft, dann kann sich das alles ändern. Dann huscht ein Lächeln über Hannelores Gesicht, die Augen strahlen und Hannelore streckt ihre Hand aus, um Susi zu streicheln. Das Tier schafft mit Leichtigkeit, was Menschen nicht vermögen.

In unserem Hundebesuchsdienst besuchen Ehrenamtliche gemeinsam mit ihrem Hund demenziell veränderte oder einsame Senioren und schenken ihnen Momente des Glücks.
 

Ein paar Stunden „sorgenfrei“

Die Pflege demenziell veränderter Familienmitglieder ist ein 24-Stunden-Job, der keine Zeit für Regeneration lässt. Viele pflegende Angehörige haben keine Zeit mehr für sich selbst und fühlen sich schlecht, sobald sie nur für kurze Zeit aus dem Haus gehen. 

Mit unserem Demenzcafé „Café Malta“ schenken wir Familien ein paar Stunden „sorgenfrei“. In enger Betreuung durch unsere ehrenamtlichen Demenzbegleiter kommen Senioren mit Demenz unter Leute. Bei einem Tässchen Tee, einem Gespräch über alte Zeiten oder beim gemeinsamen Singen und Basteln werden noch vorhandene Fähigkeiten neu belebt und die Gemeinschaft genossen. Angehörige können in dieser Zeit ihre Einkäufe erledigen oder einfach mal ein bisschen Zeit für sich gewinnen.
 

Erfüllendes Ehrenamt

„Es ist eine wunderbare und berührende Arbeit, die mir sehr viel bedeutet“, sagt Claudia Tiller über ihre Arbeit als ehrenamtliche Demenzbegleiterin. In einem speziellen Kurs wurde sie von den Maltesern auf ihr Ehrenamt vorbereitet. 

Seit 2017 ist sie als Klinikbegleiterin im Kreiskrankenhaus St. Ingbert aktiv und besucht regelmäßig demenziell veränderte Patienten, denen der ungewohnte Klinikalltag oft schwer zu schaffen macht. „Meine Arbeit ist herausfordernd, aber man bekommt auch sehr viel zurück“, sagt Claudia Tiller. „Ein herzliches Lächeln, ein warmer Händedruck, eine liebevolle Umarmung oder ein dankbarer Blick, sei es vom Patienten selbst oder den Angehörigen– all das macht mich glücklich und erfüllt mich.“